KEWA - Kevin Wartig, M.Sc.

Ich bin Kevin Wartig, Maschinenbauingenieur mit Spezialisierung auf Leichtbau und 3D-Druck. Ich besitze umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und Konstruktion von Prototypen und Serienprodukten, insbesondere im Bereich 3D-Druck und Prototypenbau. Mein Fachwissen reicht von der Konzeption technischer Bauteile bis hin zur Umsetzung von Projekten im Bereich 3D-Druck und Prototypenbau. Mein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von maßgeschneiderten Lösungen , die sowohl innovativ als auch effizient sind. Ich begleite jedes Projekt von der Idee bis zur finalen Fertigung und setze mein Know-how gezielt ein, um hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Ob Prototypen, Kleinserien oder Sonderanfertigungen – Sie haben mit mir einen kompetenten Ansprechpartner für Ihre Projekte!

mehr als 6 Jahre Erfahrung in der Kunststoff-Industrie

Ich blicke auf über sechs Jahre Erfahrung in der Kunststoffindustrie zurück, in denen ich umfangreiche Kenntnisse in der Entwicklung, Konstruktion und Optimierung von Kunststoffbauteilen gesammelt habe. Während dieser Zeit habe ich erfolgreich Projekte in der Produktentwicklung umgesetzt, von der ersten Idee bis zur Serienreife. Mein Schwerpunkt lag dabei auf der Konstruktion von Spritzgussteilen, der Erstellung technischer Zeichnungen sowie der Einführung und Optimierung von Produktionsprozessen. Durch meine Erfahrung konnte ich innovative Lösungen entwickeln, die den hohen Anforderungen an Präzision, Effizienz und Nachhaltigkeit gerecht werden.

Ein Gespräch mit Kevin Wartig

Über additive Fertigung und dessen Möglichkeiten.

Frage:

Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über das FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) geben? Was macht dieses Verfahren so geeignet für Prototypen und Kleinserien?

Antwort:

FDM ist eines der am weitesten verbreiteten Verfahren im 3D-Druck. Es funktioniert durch das Schmelzen eines thermoplastischen Materials, das Schicht für Schicht aufgetragen wird, um ein dreidimensionales Objekt zu erzeugen. Für Prototypen und Kleinserien ist es ideal, weil es kostengünstig und relativ schnell ist, besonders im Vergleich zu anderen Druckverfahren wie SLS oder SLA. Außerdem bietet es eine gute Balance zwischen Materialauswahl und Stabilität der gedruckten Teile.

Frage:

Was hat Sie ursprünglich dazu bewogen, sich auf 3D-Druck zu spezialisieren? Was fasziniert Sie an dieser Technologie?

Antwort:

Meine Ausbildung und Erfahrungen im Maschinenbau haben mich zu diesem faszinierenden Bereich geführt. Bereits im Studium habe ich mit mit diversen Fertigungsverfahren beschäfting und deren Vorteile erkannt. Der 3D-Druck bietet unglaublich viele Möglichkeiten, die es in der traditionellen Fertigung nicht gibt. Mich hat besonders fasziniert, wie schnell man Ideen in physische Objekte umsetzen kann. Mit einem 3D-Drucker können wir Prototypen herstellen, die sonst viel teurer und zeitaufwändiger wären.

Noch heute bin ich jedes mal aufs neue fasziniert, wenn ich den 3D-Druckern bei der Bauteilerzeugung zuschaue. Die kontinuierliche Erzegung eines Bauteils, welches zuvor nur in meiner digitalen CAD-Umgebung existiert hat, hat etwas hypnotisierendes an sich.

Frage:

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen häufig bei der Arbeit mit 3D-Druck, insbesondere bei der Herstellung von Prototypen?

Antwort:

Eine der größten Herausforderungen ist sicherlich die Materialwahl. Nicht jedes Material verhält sich gleich im Druckprozess, und oft erfordert es mehrere Testläufe, um die perfekten Einstellungen zu finden. Gerade bei additiven Fertigungsverfahren wie dem FDM-Druck muss man immer das Druckverfahren und die Materialeigenschaften im Blick behalten, um sicherzustellen, dass das Endprodukt die gewünschten Anforderungen erfüllt. Auch die Genauigkeit der Drucke kann ein Thema sein, gerade bei sehr komplexen Geometrien oder wenn die Toleranzen extrem klein sein müssen. Zudem muss man stets die Nachbearbeitung der Teile im Auge behalten, insbesondere wenn es um Oberflächenqualität oder funktionale Anforderungen geht.

Frage:

Wo sehen Sie die größten Einsatzmöglichkeiten für 3D-Druck in den nächsten Jahren? Welche Branchen werden am meisten profitieren?

Antwort:

Ich glaube, dass der 3D-Druck in vielen Industrien noch stärker Fuß fassen wird, vor allem in der Automobilbranche, der Luftfahrt und der Medizintechnik. Die Möglichkeit, maßgeschneiderte Teile oder Implantate direkt für den Patienten herzustellen, revolutioniert bereits die medizinische Versorgung. Auch in der Automobilbranche können wir sehr komplexe Geometrien oder Leichtbaukomponenten entwickeln, die mit traditionellen Verfahren einfach nicht möglich wären.

Frage:

Zum Abschluss: Wie sehen Sie die Zukunft des 3D-Drucks? Gibt es neue Technologien oder Trends, die Sie besonders spannend finden?

Antwort:

Der 3D-Druck entwickelt sich rasant, und ich denke, wir werden in den nächsten Jahren viel mehr Hybridlösungen sehen, bei denen 3D-Druck mit herkömmlichen Fertigungsmethoden kombiniert wird. Auch der Druck mit Metallen oder neuen High-Tech-Materialien wird immer relevanter. Gleichzeitig arbeiten viele Unternehmen an schnelleren und effizienteren Druckern, was die Produktionszeiten weiter verkürzen wird.

 

Im Interview mit der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH